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"Gefunden haben sich die Projektteilnehmer entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der WPC-Plattform Austria." Projektteilnehmer |
Wood Plastic Composites (WPC) boomen derzeit in Europa. Durch den Einsatz von bis zu 80% nachwachsenden Rohstoffen und Rezyklat trumpft dieser Werkstoff mit einem sehr geringen „carbon footprint“ auf. Erstmals werden in Österreich die Technologien für die Verarbeitung dafür gemeinsam analysiert. Das Ziel ist eine deutliche Kostenreduktion.
Die marktbeherrschenden Produkte aus WPC sind sogenannte Decking-Profile, meist Boden- bzw. Terrassendielen, obwohl eine Fülle von Produkten aus WPC gefertigt werden könnten. Eine der Ursachen für die geringe Produktvielfalt sind die unverhältnismäßig hohen Rezepturkosten, die eine Marktdurchdringung mit neuen Produkten erheblich erschweren.
Minus 25 Prozent Herstellkosten
In Projekt ECO-WPC werden nun nicht nur die ökologischen Vorteile von WPC aufgezeigt, sondern es soll eine ökonomische Produktion realisiert werden. Gemeinsam und systematisch werden für die Verarbeitungstechniken Extrusion und Spritzguss die Optimierungspotenziale hinsichtlich der Gesamtkosten erarbeitet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Rezeptur, Eigenschaftsprofilen und Verarbeitung. Mögliche Polymere – insbesondere auch Rezyklate - und Fasern wie Holz, Hanf, Flachs, Sisal oder Kokos werden evaluiert und ausgetestet. Das Ergebnis wird eine einzigartige Rezeptur-Eigenschaften-Kosten-Matrix sein. Hauptaugenmerk liegt dabei auf Qualitätskonstanz, Prozessfähigkeit und erzielbaren Eigenschaften von WPC-Produkten. „Wir streben in diesem Projekt an, die Herstellkosten um bis zu 25 Prozent zu senken“, so DI Monika Daucher vom Kunststoff-Cluster.
„Neutrale“ Technologieanalyse
Mit ausgewählten Rezepturen werden in einem zweiten Projektabschnitt ein- und zweistufige Verarbeitungsprozesse für Extrusion und Spritzguss hinsichtlich technischer Qualität, Energieeffizienz und auch Kosten gegenübergestellt. Dieser Technologievergleich in der Extrusion umfasst auch noch den Vergleich von gegenläufigen zu gleichlaufenden konischen Doppelschneckenextrudern. Dieser Vergleich zeigt die Optimierungspotenziale für die betrachteten Prozesse auf. Ergebnis ist eine neutrale – sprich: firmenunabhängige - Technologieanalyse, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat.
Neue marktfähige Produkte
Weiteres Ziel des Projektes ist die Entwicklung von zwei neuen, marktfähigen Produkten. Ein Produkt, ein neues Profil mit optimierter Witterungsstabilität soll durch Extrusion gefertigt werden. Ein zweites sehr großflächiges Bauteil, das derzeit weder technologisch noch wirtschaftlich aus WPC gefertigt werden kann, soll mittels Spritzgießen realisiert werden.
Kontakt: KC, DI Monika Daucher, E-Mail: monika.daucher@clusterland.at